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Finnland: Millionenstrafe für "Snus"-Handel
Umstrittener Lutschtabak darf nur in Schweden und Norwegen verkauft werden

Helsinki - Die EU hat den Aland-Inseln wegen des anhaltenden, unerlaubten Verkaufs des Lutschtabaks "Snus" eine gewaltige Geldstrafe aufgebrummt. Die Entscheidung dazu fiel bereits im vergangenen Mai in Brüssel. Der Verkauf von Snus ging - vor allem auf den über Aland zwischen Schweden und Finnland verkehrenden Fährschiffen seither ungebremst weiter.

Das erst vergangenen Sonntag neu gewählte Autonomieparlament der zu Finnland gehörenden Ostsee-Inselgruppe muss nun rasch ein entsprechendes Gesetz verabschieden, da die Summe der Strafe, mit jedem Tag, an dem Snus im Handel erhältlich ist, höher wird. Am Mittwoch belief sich die Höhe der Buße bereits auf rund zwei Millionen Euro.

Historisch gewachsene Tradition

Innerhalb der EU darf der umstrittene Tabak nur in Schweden verkauft werden. Eine Ausnahme erhielt im Rahmen des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) auch Norwegen. Als Begründung führten die beiden Länder ins Treffen, der Konsum von Snus sei eine im jeweiligen Land historisch gewachsene Tradition. Aländische Politiker haben es Helsinki stets zum Vorwurf gemacht, im Zuge der EU-Verhandlungen mit Brüssel nicht ebenfalls eine Ausnahme herausverhandelt zu haben.

Diese Behauptung der Tabakproduzenten, Snus sei eine gesündere Alternative zum Zigarettenrauchen, wird von Medizinern bestritten: Statt des erhöhten Lungenkrebs-Risikos wurde bei Snus-Konsumenten eine höhere Rate seltener Krebserkrankungen wie Zungenkrebs festgestellt. (APA) http://www.derstandard.at chronik
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